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Im vorigen Kapitel wurde diskutiert, wie Allah Adam erschaffen hat und von ihm seine Frau Eva und wie Er sie im Paradies wohnen lassen hat.  Dann war Adam seinem Herrn ungehorsam und später bat er Ihn um Vergebung.  Da nahm Allah seine Reue an und leitete ihn recht.  Darauf wies Allah ihn an, das Paradies zu verlassen und auf die Erde hinabzugehen.  Allah, der Gepriesene, der Allerhöchste, hat darin eine Weisheit gelegt, welche der menschliche Verstand nicht erfassen und seine Zunge nicht beschreiben kann.  Wir werden hier einiges von dieser Weisheit und den Gründen dafür nennen:

1.   Dass Allah die Schöpfung geschaffen hat, damit sie Ihm dient.  Das ist der Sinn und Zweck ihrer Erschaffung. 

Er sagt

Und Ich habe die Jinn und die Menschen nur (dazu) erschaffen, damit sie Mir dienen

Ad-Darijat 51:56

Es ist auch bekannt, dass die Vervollständigung des Gottesdienstes, der vom Menschen verlangt wird, einen nicht in das Reich der Freude und Ewigkeit bringen kann, sondern in das Reich der Prüfungen und Versuchungen.  Das Reich der Ewigkeit ist das der Freude und nicht das der Untersuchungen und Anweisungen. 

2.   Allah wollte von der Menschheit Propheten, Gesandte, Freunde und Märtyrer nehmen, die Er liebt und die Ihn lieben.  Dann überließ Er sie sich selbst mit ihren Feinden, und führte sie durch diese in Versuchung.  Wenn sie Ihn dann vor allen anderen Dingen vorzogen und ihre Leben und ihren Besitz opferten, um Seine Zufriedenheit und Liebe zu verdienen, erreichten sie von Seiner Liebe und Zufriedenheit, was sie anfangs nicht hätten erreichen können.  Also sind das Prophetentum und das Märtyrertum von den höchsten Graden vor Allah und hätten nicht erreicht werden können, außer auf die Art und Weise, die Allah für Adam und seine Nachkommen bestimmt hat, indem Er sie zur Erde geschickt hat. 

3.   Allah ist der einzig wahre und wahrhaftige König.  Der König ist der Eine, der befiehlt und verbietet; belohnt und bestraft; entwürdigt und würdigt; stärkt und schwächt.  Allahs Souveränität machte es daher notwendig, dass Er Adam und seine Nachkommen zu einem Ort schickte, an dem die Regeln Seiner Souveränität auf sie wirken werden und um sie sodann an einen Ort zu schicken, wo sie den Lohn erhalten werden für alles, was sie getan haben. 

4.   Allah schuf Adam aus einer Handvoll aller Erdsorten von dieser Erde; und es gibt gutes und schlechtes und niedriges und hohes Land.  Allah weiß, dass es unter den Kindern Adams solche gibt, die ungeeignet sind, mit Ihm in Seinem Haus zu bleiben, deshalb ließ Er Adam zu einem Ort hinabsteigen, wo Er zwischen Guten und Schlechten unterscheidet.  Allah hat für sie zwei verschiedene Aufenthaltsorte gewählt: Er macht die Guten zu Bewohnern Seines Reiches (Er lässt sie ins Paradies gehen) und die Schlechten zu Bewohnern des Reiches des Elends (des Höllenfeuers). 

5.   Allah gebühren die schönsten Namen.  Von Seinen Namen sind: Al-Ghafuur (der Oft-Vergebende), Ar-Rahiem (der Barmherzigste), Al-Afuww (der Oft-Verzeihende), Al-Haliem (der Nachsichtige).  Da die Bedeutungen dieser Namen feststehen müssen, ist es bei der Weisheit Allahs notwendig, dass Adam und seine Kinder zu einem Reich hinabsteigen müssen, wo sie die Bedeutung der schönen Namen Allahs mit Leben füllen können.  Damit Er vergeben kann, wem Er will, barmherzig sein kann, zu wem Er will, verzeihen kann, wem Er will und nachsichtig sein kann, zu wem Er will und andere Arten auf die Seine Namen und Eigenschaften sich zeigen können. 

6.   Allah erschuf Adam und seine Kinder aus einer Mischung, die von Natur aus zu Gutem und Bösem neigt, anfällig für die Gründe von Gelüsten und Versuchungen und für die Gründe des Verstandes und des Wissens.  Er schuf in ihm Verstand und Lust und machte sie beide zu notwendigen Faktoren, damit Sein Wille ausgeführt werden könnte und damit Er Seinen Dienern Seine Größe an Weisheit, Macht und Seiner Gnade, Freundlichkeit und Wohlwollen in Seiner Autorität und Souveränität zeigen kann.  Dann schickte Er in Seiner Weisheit Adam und seine Kinder auf die Erde, damit dort die Prüfung stattfinden könnte und zur Vorbereitung dieser Faktoren und um seine Verantwortlichkeit ihnen gegenüber zu manifestieren und damit Allah dann diese Grundlage nutzt, um den, dem es gebührt, zu ehren oder zu entehren. 

7.   Der Glaube an das Verborgene ist der nützliche Glaube.  Was den Glaube an das Sichtbare angeht, so würde jeder an den Tag der Wiedererweckung glauben.  Wenn die Menschen in der Freude des Paradieses geschaffen worden wären, hätten sie den Grad des Glaubens an das Verborgene, das in Freude und Ehre endet, nicht erreichen können.  Aus diesem Grund hat Allah sie zu diesem Aufenthalt geschickt, damit sie die Gelegenheit haben, an das Verborgene zu glauben. 

8.   Allah möchte hiermit Seinen Dienern, denen Er Seine Gunst erwiesen hat, die Vollkommenheit dieser Gunst und ihre Großartigkeit zeigen, damit sie Allah danken und Ihn am meisten lieben und die Freude über das, was Allah ihnen gewährt hat, gänzlich genießen.  Allah zeigt ihnen, was Er mit Seinen Feinden machte und die Strafe, die Er für sie vorbereitet hat.  Er macht sie auch zu Zeugen der höchsten Arten von Wonnen, die Er ihnen gewährt hat, damit sie sich mehr freuen.  Dies ist ein Aspekt wie Er Seine Gunst an ihnen erfüllt. Damit sie all dies erreichen können, muss Er sie auf die Erde schicken, einer Prüfung unterziehen und dann diejenigen, die Er mit Seiner Gnade und Wohlgesonnenheit will, erfolgreich machen und diejenigen von ihnen aus Seiner Weisheit und Gerechtigkeit heraus entwürdigen, die Er will, denn Er ist der Allwissende, der Allweise. 

9.   Allah wollte, dass Adam und seine Kinder in bester Verfassung in das Paradies zurückkehren sollen.  Bevor sie es also betreten, möchte Er, dass sie den Geschmack der Härte, des Kummers und der Verzweiflung der Welt kennenlernen, damit der Wert für das Betreten des Paradieses im Jenseits in ihrer Einschätzung größer ist, denn das Gegenteil einer Sache zeigt erst ihre Schönheit [1]

Nachdem der Ursprung des Menschen verdeutlicht worden ist, ist es nun angebracht, sein Bedürfnis für die wahre Religion zu erklären. 

Referenzen

  1. siehe Miftaah daaris-Sa‘aadah 1 / 6-11.

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