Inhalte

content

Content of article

Jede ernste Botschaft, die zum ersten Mal in einer Gesellschaft aufgetreten ist, scheint seltsam und ungewöhnlich zu sein.  Ihr wird dementsprechend mit Feindseligkeit und Missbilligung entgegengetreten.  Sie wird zumindest angezweifelt und mit Argwohn betrachtet.  In den meisten Fällen wird sie heftig verurteilt und abgelehnt. 

Der Grad der Abneigung und Feindseligkeit, den eine neue Botschaft erhält, wird direkt proportional zur Ungleichheit dieser Botschaft einerseits und dem Glauben, den Sitten und Gesetzen der fraglichen Gesellschaft andererseits sein

Wir können sehen, wie die Situation für die Botschaft gewesen ist, mit der Muhammad, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, gekommen ist, wenn wir sie mit dem Zustand der arabischen Gesellschaft während der Zeit der Unwissenheit vergleichen.  Es war eine Gesellschaft, die von Korruption, Dekadenz, abweichenden Überzeugungen und Unmoral durchtränkt gewesen war.  Die Menschen waren an Götzendienst gewöhnt und jeder Aspekt ihres Lebens kreiste darum. 

Wenn wir unsere Aufmerksamkeit der Botschaft zuwenden, die der Prophet von seinem Herrn gebracht hat, sehen wir, dass Reibungen unvermeidlich waren.  Nicht nur, dass sie zum reinen Monotheismus aufrief, sie vertrat ethische Lehren des höchsten Kalibers und rief zu sozialer Gerechtigkeit und massiven gesellschaftlichen Reformen auf.    

Der Islam lehnte die Hundertschaften falscher Gottheiten ab, die die Mekkaner anbeteten und rief dazu auf, alle Angelegenheiten Gott zu überlassen.  Er erklärte die Anbetung von Götzen zu einer schrecklichen Torheit und schrieb ihren "Göttern" den Status zu, aus dem sie tatsächlich gemacht worden waren, Steine, Bäume, Dinge, die weder hören noch sehen noch irgendjemandem schaden oder nutzen können.  Der Islam hat ebenfalls die falschen Ansichten der Heiden von Mekka abgelehnt, die sie über die Engel und die Ğinn besessen haben, Ansichten, die tief in den Köpfen der Araber verankert gewesen sind. Als diese Botschaft kam, brachte sie Veränderungen in den religiösen Überzeugungen der Menschen ebenso mit sich, wie in ihren Ritualen, Zeremonien, Gesetzen und Bräuchen - in der Tat in praktisch allen Aspekten ihres kulturellen Umfelds. 

Wenn wir diese beiden ziemlich unterschiedlichen Konzepte betrachten, von denen beide jeden Aspekt des menschlichen Lebens und jede Glaubenslehre umfassen, können wir erkennen, dass ein Kampf zwischen den beiden unausweichlich war.  Einerseits gab es eine etablierte Ordnung, die von Generation zu Generation weiter gereicht wurde.  Andererseits gab es diese völlig neue Botschaft des Islam, die gekommen war, um ihre Überzeugungen zu berichtigen und zu ändern.

Dieser Faktor alleine - diese große Ungleichheit zwischen den fadenscheinigen Vorstellungen des Zeitalters der Unwissenheit und der unberührten und mächtigen Lehre des Islams - ist genug, um die anfängliche Entfremdung zu erklären, die der Islam erlebt hat, und mit der der Prophet für eine beträchtliche Zeit später noch zu kämpfen hatte, nachdem er sich auf seine Mission begeben hat. 

Er war nicht der erste Prophet, dem ein solcher Widerstand entgegen trat.  Es ist gewöhnlich so, dass Menschen die Traditionen ihrer Vorväter verehren, und jegliche Verletzung als Tabu betrachten.  Sie sehen solche Traditionen als ein großes heiliges Gesetz und den bestmöglichen Verhaltenskodex an.  Jedes Zeigen von Zweifel gegenüber auch nur einer dieser Traditionen, ganz zu schweigen von offener Ablehnung, wird als eine Beleidigung der Traditionen der Gesellschaft und der Zivilisation im Ganzen angesehen.  Es wird als Verachtung der Vorväter betrachtet, Verachtung ihrer Weisheit und schiere Arroganz.  Die Person, die eine neue Botschaft bringt, versäumt anscheinend, ihnen die gebührende Ehrfurcht entgegenzubringen.  Er wird beschuldigt, widerspenstig zu sein, und nur ihre Erinnerung verdunkeln zu wollen.  Aus diesem Grunde war der größte falsche Gott, den die Propheten und Gesandten (Friede sei mit ihnen) bekämpfen mussten, der falsche Gott der Traditionen, denen die Menschen blind folgten.

Das Volk von Moses (Friede sei mit ihm) wies seinen Ruf zurück, weil er sie von den Wegen ihrer Vorväter abwenden ließ, und sie mahnte, einer neuen Botschaft zu folgen. Dies war etwas, mit dem sie einfach nicht zurecht kamen.

 "Sie sagten: "Bist du zu uns gekommen, um uns von dem abzulenken, was wir bei unseren Vätern vorfanden, und wollt ihr beide die Oberhand im Lande haben? Wir aber wollen euch nicht glauben."

(Quran 10:78)

Abraham (Friede sei mit ihm) sprach zu seinem Volk, indem er sagte: "…"Was betet ihr an?"  Sie sagten: "Wir beten Götzen an, und wir sind ihnen anhaltend zugetan."  Er sagte: "Hören sie euch, wenn ihr (sie) anruft?  Oder nützen sie oder schaden sie euch?"  Sie sagten: "Nein, aber wir fanden unsere Väter das gleiche tun.’"

(Quran 26:69-74)

Dann, als er ihnen die Wahrheit mit unbestreitbaren Beweisen präsentierte, dass die Märchen ihrer Vorväter idiotisch waren und völlig unhaltbar, und dass sie keine vernünftige oder schriftliche Grundlage besaßen, haben sie ihre Position auf der Grundlage blinder Einhaltung mit nichts weiter als der Autorität ihrer Großväter zu rechtfertigen. 

An dieser Stelle muss der Rufer zur Wahrheit die Fakten klar machen und erklären, dass die Wahrheit Bräuchen und Festen, die von Generation zu Generation von seinen Vorvätern weiter gereicht wurden, keinen Wert beimisst, wenn diese Bräuche mit der Offenbarung und dem gesunden Menschenverstand kollidieren.  Gott berichtet,

was Abraham dann sagte:

"Seht ihr denn nicht, was ihr da angebetet habt, ihr eure Vorväter?  Sie sind mir feindlich (gesonnen); nicht aber der Herr der Welten"

(Quran 26:75-77)

"Er sagte: "Wahrlich, ihr selbst wie auch eure Väter seid im deutlichen Irrtum gewesen.’"

(Quran 21:54)

Blindes Festhalten an der Tradition wird als Rechtfertigung für das Abweichen von den Wegen der Gesandten verwendet, alle vernünftigen Argumente zurückweisend und den Gebrauch von Beweisen vernachlässigend.  Diese Annäherung gibt es nicht nur bei einer einzigen Gruppe, es ist die gewöhnliche Handlungsweise derjenigen, die überall auf der Welt und zu jeder Zeit die Religion Gottes leugnen.  Wenn sie zur Wahrheit eingeladen werden, die Gott in Seinem Buch offenbart und mit der Er Seinen Propheten gesandt hat, sagen sie:

"Uns genügt das, wobei wir unsere Väter vorfanden."

(Quran 5:104)

und: "Wir folgen doch dem, bei dem wir unsere Väter vorgefunden haben."

(Quran 2:170)

Wenn sie von aufrichtign Reformern dafür ermahnt und verurteilt werden, dass sie sich in ihren Grundwünschen und ihrer Schmach wälzen, antworten sie:

"Wir fanden unsere Väter dabei, und Gott hat sie uns befohlen."

(Quran 7:28)

Sie antworten nur auf diese Weise, weil sie keine Argumente und keine Entschuldigung vorbringen können, weil ihre Überzeugungen weder auf Vernunft basieren, noch auf einem Göttlichen Buch. Aus diesem Grund sagt Gott über sie: "Und doch gibt es unter den Menschen so manchen, der ohne Kenntnis und ohne Führung und ohne ein erleuchtendes Buch (zu besitzen) über Gott streitet. Und wenn zu ihnen gesagt wird:

"Folgt dem, was Gott herniedergesandt hat", dann sagen sie: "Nein, wir wollen dem folgen wobei wir unsere Väter vorfanden."

(Quran 31:20-21)

Dieses Verhalten, als Regel, wird von allen Nationen gezeigt, die ihre Gesandten und die Botschaft, die sie bringen, ablehnen, egal wie voll von Rechtleitung und Erleuchtung die Botschaft sein mag. 

Gott beschreibt die ungläubigen Araber  auf diese Weise und dann alle Ungläubigen allgemein, wenn Er sagt:

"Oder haben Wir ihnen etwa ein Buch vor diesem (Quran) gegeben, an dem sie festhalten?  Nein, sie sagen: "Wir fanden unsere Väter auf einem Weg und wir lassen uns von ihren Fußstapfen leiten." Und ebenso sandten Wir keinen Warner vor dir in irgendeine Stadt, ohne daß die Reichen darin gesagt hätten: "Wir fanden unsere Väter auf einem Weg, und wir treten in ihre Fußstapfen." (lhr Warner) sagte: "Wie? Auch wenn ich euch eine bessere Führung bringe als die, welche ihr eure Väter befolgen saht?"  Sie sagten: "Wir leugnen das, womit ihr gesandt worden seid.’"

(Quran 43:21-24)

Wenn man also Menschen zur Wahrheit ruft, sollte derartiger Widerstand nicht nur erwartet, sondern auch verstanden werden.  Wir sollten uns nicht frustrieren lassen, wenn Menschen die eindeutigsten Argumente ablehnen oder auf die klarste Logik mit unvernünftigen oder irrelevanten Argumenten antworten. 

Zur gleichen Zeit sollten die Menschen von ihrer Engstirnigkeit aufwachen und objektiv und ernsthaft in ihrer Suche sein, die Wahrheit zu akzeptieren und ihr zu folgen. 

kommentare

bleibe auf dem Laufenden