Da das Prophetentum ein Mittel ist mit dem das edelste allen Wissens erworben werden kann, und die großartigsten und ehrenhaftesten Taten ausgeführt werden können, hat Allah in Seiner Gnade diesen Propheten Zeichen gegeben, an denen sie erkannt und durch die sie identifiziert werden können, daher hatte jeder einzelne von ihnen, der den Anspruch erhob, eine Mission zu erfüllen, einige Zeichen und Bedingungen, an denen er erkannt werden konnte und die auf seine Vertrauenswürdigkeit hinwiesen, wenn er wahrhaftig war, ansonsten wäre er ein Lügner. Es gab viele solche Zeichen:
1.Der Gesandte sollte zur Anbetung Allahs alleine aufrufen und zum Aufgeben der Anbetung anderer neben Ihm. Denn dies ist der Zweck, zu dem Allah die Schöpfung geschaffen hat.
2.Der Gesandte sollte die Menschen dazu aufrufen, ihm zu glauben und seine Botschaft in die Tat umzusetzen.
Allah befiehlt Seinem Gesandten, Muhammad, zu sagen (im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann)
O ihr Menschen, ich bin der Gesandte Allahs an euch alle
3.Allah stärkt ihn mit verschiedenen Zeichen des Prophetentums. Von diesen Zeichen sind die Verse, die der Prophet Muhammad von Allah gebracht hat und die sein Volk nicht verwerfen oder nachahmen konnten. Ein anderes Beispiel ist das Zeichen des Propheten Musa, als sein Hirtenstab sich in eine Schlange verwandelte; das Zeichen des Propheten Jesus (´Isa), der den Blinden und den Leprakranken mit der Erlaubnis Allahs heilte und das Zeichen Muhammads, welches der Großartige Qur´an ist, obwohl er ungelehrt war und weder lesen noch schreiben konnte, um nur ein paar wenige von den Zeichen der Propheten zu nennen. Zu diesen Zeichen gehört auch die deutliche und lebendige Wahrheit, die die Propheten und Gesandten gebracht haben und die ihre Gegner nicht widerlegen oder verneinen konnten. Ihre Widersacher wussten eher sehr wohl, dass das, was die Propheten brachten, die Wahrheit war, der man nicht widerstehen konnte.Zu ihren Zeichen gehörten ebenfalls vollkommene Gestalt, schöne Charakterzüge und großmütiges Benehmen, mit dem Allah die Propheten unterschieden hat.
4.Seine Botschaft muss in ihren Grundlagen mit den Grundlagen, zu denen alle Gesandten und Propheten aufgerufen haben, übereinstimmen.[1]
5.Er darf andere nicht dazu auffordern, ihn selbst anzubeten oder ihm gottesdienstliche Handlungen irgendeiner Art zukommen zu lassen. Er darf auch nicht zur Verehrung seines Stammes oder seines Klans aufrufen.
Allah befiehlt Seinem Propheten Muhammad, den Menschen zu sagen (im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann)
Sag: Ich sage nicht zu euch, ich besäße die Schatzkammern Allahs, und ich weiß auch nicht das Verborgene; und ich sage nicht zu euch, ich sei ein Engel. Ich folge nur dem, was mir eingegeben wird
6.Er soll die Menschen um nichts in dieser Welt als Lohn für seine Mission bitten.
Allah sagt, als Er uns über Seine Propheten Noah, Hud, Salih, Lot und Schu´aib informiert, dass sie ihren Völkern sagten (was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann)
Ich verlange von euch keinen Lohn dafür. Mein Lohn obliegt nur dem Herrn der Welten
Asch-Schu‘araa 26:109, 127, 145, 164, 180
Auch der Prophet Muhammad sagte zu seinem Volk (was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann)
Ich verlange von euch dafür (für den Qur´an) keine Belohnung, und ich bin keiner von denen, die sich selbst zumuten (und Dinge erfinden)
Diese Propheten und Gesandten, von deren Qualitäten und Zeichen ihres Prophetentums ich dir berichtet habe, sind viele.
Allah sagt (im Qur´an, was der Bedeutung nach so übersetzt werden kann)
Und Wir haben ja bereits in jeder Gemeinschaft einen Gesandten erweckt: Dient Allah und meidet die falschen Götter
Diese Gesandten haben die Menschheit glücklich gemacht; die Menschen haben ihre Geschichten übermittelt und die Anweisungen für ihre Religion wurden wiederholt weitergegeben, da sie wahr und gerecht sind. Dementsprechend wurde der Sieg und die Vernichtung ihrer Feinde wiederholt berichtet, mit dem Allah sie geehrt hat, wie die Vernichtung von Noahs (Nuhs) Volk, das Ertrinken des Pharaos, die Bestrafung des Volkes von Lot und der Sieg von Muhammad über seine Feinde und die Ausbreitung seiner Religion. Wer dies weiß, wird mit Sicherheit wissen, dass sie der Menschheit Gutes und Rechtleitung gebracht haben; dass sie zu allem angewiesen haben, was ihnen nutzt und sie gewarnt haben vor dem, was für sie schädlich sein könnte. Der erste von ihnen war Adam und der letzte ist Muhammad.
Referenzen
- Siehe: Majmuu‘ Fataawa Ibn Taymiyyah Bd. 4 S. 212-213