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Die Geschichte von Josef ist ein Beispiel für Geduld angesichts der Not.  Sein ganzes Leben lang hat Josef Prüfungen und Leiden  mit vollständigem Vertrauen in Gott entgegen gesehen.  Wieder einmal war er in einer außerordentlich schwierigen Situation.  Ein weiteres Mal war er gezwungen, die Annäherungen von Al Aziz Frau abzuwehren, dieses Mal vor ihren Genossinnen.  Josef bat Gott um Hilfe.  Er sagte:

“Er sagte: "O mein Herr, mir ist das Gefängnis lieber als das, wozu sie mich auffordern; und wenn Du ihre List nicht von mir abwendest, so könnte ich mich ihnen zuneigen und einer der Unwissenden sein.”

(Quran 12:33)

Josef dachte, das Leben im Gefängnis sei dem Leben im Haus des Al Aziz vorzuziehen.  Die Umgebung war voller Lust und Habgier mit unerlaubter Schönheit und Verführung, vielleicht vielen der heutigen Gesellschaften ähnlich.  Er glaubte, das Gefängnis sei dem sich Beugen der Fitna[1] um ihn herum zu bevorzugen.  Gott erhörte Josefs Bitte und rettete ihn.    

“ Hierauf, nachdem sie die Zeichen (seiner Unschuld) gesehen hatten, schien es ihnen angebracht (zu sein), ihn eine Zeitlang einzukerkern.” 

(Quran 12:34-35)

Obwohl er von Josefs Unschuld überzeugt war, warf Al Aziz, der oberste Minister von Ägypten, Josef ins Gefängnis.  Er sah keine andere Möglichkeit, um die Ehre seines Namens und seiner Stellung zu bewahren.     

Josef im Gefängnis

Mit Josef im Gefängnis waren zwei Männer, die seine Frömmigkeit und seine Rechtschaffenheit erkannten.  Beide wurden von heftigen Träumen geplagt und nun hofften sie, Josef sei in der Lage, die Träume für sie zu deuten.  Ein Mann sah einen Traum, in dem er Trauben auspresste; der andere sah in einem Traum, dass Vögel Brot von seinem Kopf fraßen.  Josef sagte: “Ich werde euch die Bedeutung dieser Träume mitteilen, noch bevor eure nächste Mahlzeit serviert wird.”

“ O meine beiden Kerkergenossen, was den einen von euch anbelangt, so wird er seinem Herrn Wein ausschenken; und was den anderen anbelangt, so wird er gekreuzigt werden, so dass die Vögel von seinem Kopfe fressen. Die Sache, worüber ihr Auskunft verlangtet, ist beschlossen.” 

(Quran 12:41)

Josef näherte sich dem Gefährten, der dem König nahe stehen wird und sagte: “Bitte erinnere deinen König an mich”.  Er hoffte, dass der König sich seinen Fall ansehen, die Unterdrückung erkennen und ihn freilassen wird.  Aber die Einflüsterungen und die List Satans ließen den Gefährten vergessen, Josef zu erwähnen und infolge dessen blieb er noch ein paar Jahre länger im Gefängnis.  Die islamischen Gelehrten haben zwei unterschiedliche Meinungen über die Art der Vergesslichkeit.  Ibn Katheer erwähnt, dass der Gefährte vergaß, Josef zu erwähnen, während andere Gelehrten die Möglichkeit erwähnten, dass Josef vergessen haben könnte, Gott um Hilfe zu bitten und daher vergaß der Gefährte, ihn zu erwähnen.  Was auch immer der Fall gewesen ist, Josef blieb im Gefängnis und vertraute weiter auf Gott mit Geduld und Stärke. 

Der Traum des Königs

Der König träumte, er stand an den Ufern des Nils und sah sieben fette Kühe aus dem Fluss auftauchen, gefolgt von sieben mageren Kühen.  Die sieben mageren Kühe verschlungen die sieben Fetten.  Dann änderte sich der Traum, und er sah sieben grüne Kornähren an den Ufern des Nils wachsen.  Sie verschwanden in den Schlamm, und er sah an derselben Stelle sieben trockene Kornähren wachsen.  Der König erwachte erschreckt und fröstelnd und sandte nach seinen Zauberern, Priestern und Ministern.  Sie versagten dabei, den Traum zu deuten und kamen einstimmig zu der Schlussfolgerung, dass es nur ein Albtraum gewesen sei.  Josefs Gefährte aus dem Gefängnis bekam von dem Traum zu hören, und er erinnerte sich an Josef.  Mit der Zustimmung des Königs eilte er zum Gefängnis und bat Josef, den Traum zu deuten. 

  Josef wollte das Gefängnis nicht verlassen, bis seine Unschuld bestätigt wurde.  

  1. Fitna ist ein Arabisches Wort, das man nicht so leicht übersetzen kann. Es bedeutet eine Zeit der Prüfung und Drangsal. Am wahrscheinlichsten eine Situation, die einen davon abhält, Gott korrekt anzubeten oder die Taten des Ungehorsams oder des Unglaubens.

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