Die Schaffung eines Bewusstseins für die Umwelt (teil 1 von 4): Die Natur der Natur

„Es gibt kein Getier auf Erden und keinen Vogel, der auf seinen zwei Schwingen dahinfliegt, die nicht Gemeinschaften wären so wie ihr. Nichts haben Wir in dem Buch ausgelassen. Vor ihrem Herrn sollen sie dann versammelt werden.“  (Quran 6:38)

Auch wenn der Mensch an der Spitze der Nahrungskette steht, ist er immer noch ein Teil der Nahrungskette; während der Schöpfer keinerlei Bedarf an Nahrung besitzt oder daran, Schutz zu suchen oder sich fortzupflanzen.  Diejenigen, die versäumen, diese Realität zu sehen und die anstatt dessen ihre Mitmenschen als Anbetungsobjekte nehmen, tun gut daran, über folgenden Vers nachzudenken:

“Auch vor dir schickten Wir keine Gesandten, die keine Speise aßen oder nicht auf den Märkten umhergingen...” (Quran 25:20)

Mit anderen Worten, obwohl die Propheten, ihre Anhänger und die gläubigen Mitglieder ihrer Haushalte wirklich die besten und rechtschaffendsten Geschöpfe Gottes waren, die jemals auf der Erdoberfläche gewandelt sind, waren sie trotz allem Seine Geschöpfe, von Ihm gesandt und völlig von Ihm abhängig, was ihr Leben, ihre Versorgung und ihre Erlösung angeht.  Bevor man daher die Beziehung zwischen Mensch und seiner Umgebung einschätzen kann, muss man zuerst die Beziehung zwischen Mensch und Gott schätzen. 

Ubudiyya – dem Einen Gott dienen 

Muslime glauben, dass die gesamte Schöpfung in einem natürlichen Zustand der Unterwerfung zu ihrem Schöpfer geschaffen wurde.  Das bedeutet, da sich alle Dinge von Geburt an dem Einen Gott unterwerfen, befinden sie sich in dem natürlichen Zustand des Islam – so gesehen.  Der Gepard, der die Gazelle jagt und die Gazelle, die vor dem Geparden flüchtet, verhalten sich nicht nur so, weil Gott es so für sie vorgeschrieben hat, sondern weil Er es so befohlen hat. 

“Hast du nicht gesehen, daß Allah es ist, Den alle lobpreisen, die in den Himmeln und auf Erden sind, und sogar die Vögel im Schwebeflug? Jedes (Geschöpf) kennt seine eigene (Weise von) Gebet und Lobpreisung. Und Allah weiß wohl, was sie tun.” (Quran 24:41)

“Wahrlich, Er ist Nachsichtig, Allverzeihend.” (Quran 17:44)

Fitra – Die ursprünglische Natur des Menschen

Auch Menschen wurden mit einer natürlichen islamischen Veranlagung geschaffen, die als Fitra bekannt ist.  Wenn sie sich selbst überlassen würden, um ihrer Fitra oder „Natur“ zu folgen, würden alle Menschen an den Tauhid (islamischen Monotheismus) glauben, sie würden instinktiv ihren Schöpfer erkennen und wären geneigt, Ihn anzubeten und allgemein gute Taten zu verrichten.  Gott sagt im Qur´an:

“Fitra), mit der Allah die Menschen geschaffen hat. Es gibt keine Veränderung an Allahs Schöpfung. Das ist der beständige Glaube. Und als dein Herr aus den Kindern Adams - aus ihren Lenden ihre Nachkommenschaft hervorbrachte und sie zu Zeugen gegen Sich Selbst machte (, indem Er sprach): "Bin Ich nicht euer Herr?", sagten sie: "Doch, wir bezeugen es." (Dies ist so,) damit ihr nicht am Tage der Auferstehung sprecht: "Siehe, wir wußten nichts davon."” (Quran 7:172)

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