Inhalte

content

Content of article

Als Gläubige wissen wir, dass Gott über den Himmeln ist, also über Seiner Schöpfung, also ist Er nicht von irgendwelchen physikalischen Dimensionen eingeschränkt.  Gott ist denen, die an Ihn glauben nahe, sehr nahe und Er beantwortet ihre Bitten.  Gott kennt alle unsere Geheimnisse, Träume und Wünsche, nichts ist vor Ihm verborgen.  Gott ist mit Seiner Schöpfung, mit Seinem Wissen und Seiner Macht.  Warum bleiben dann einige Duas (Bittgebete) unbeantwortet?    

In der Tat eine mächtige Frage und sogar die ersten Muslime waren um eine Antwort bemüht.  Abu Hurairah, einer der engsten Gefährten des Propheten, sagte, das ser den Propheten, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, sagen hörte: "Das Dua einer Person wird beantwortet, solange sie nicht für etwas Sündiges oder um das Brechen von Verwandtschaftsbanden bitten."[1] Hiervon lernen wir, dass wenn das Dua unangemessen ist oder eines, das um etwas Sündhaftes bittet, dann wird Gott es nicht annehmen. 

Wenn die Person, die Dua macht, mit Gott auf arrogante Art und Weise korrespondiert, sich vielleicht beklagt oder ihre Stimme im Ärger oder gereizt erhebt, könnte Gott auch nicht antworten.  Ein anderer Grund dafür, wenn Gott das Dua nicht beantwortet, ist wenn der Betende Gott um Hilfe oder Trost bittet, aber er Selbst ist umringt von unrechtmäßigem Reichtum, Essen oder Bekleidung.  Man kann sich nicht kontinuierlich sündhaft benehmen und sündigen, ohne auch nur eine Sekunde zu bereuen und zur gleichen Zeit erwarten, dass Gott seine Duas und Bitten erfüllt.

Der Prophet Muhammad teilte seinen Gefährten mit: "Gott ist weit von Unvollkommenheit entfernt und nimmt nur an, was erlaubt ist.  Gott befahl den Frommen, denselben Befehlen zu folgen, wie Er sie den Gesandten gegeben hat.  

"O ihr, die ihr glaubt, esset von den guten Dingen, die Wir euch bereitet haben."

(Quran 2:172)

Hierauf erwähnte der Prophet Muhammad einen Mann, der eine lange Reise machte, er war zerzaust und mit Staub bedeck und streckte seine Hände zum Himmel: "O Herr, o Herr!", doch sein Essen war unrechtmäßig und sein Getränk war unrechtmäßig, also wie soll sein Dua akzeptiert werden?"[2]

Der hier beschriebene Mann hat einige Eigenschaften, die dazu führen, dass das Dua höchstwahrscheinlich nicht akzeptiert wird.  Diese wurden am Ende des zweiten Artikels zu diesem Thema erwähnt.  Es kann hiervon abgeleitet werden, dass dieser Mann sein Leben nicht im rechtmäßigen Rahmen lebte, daher wurde sein Dua nicht akzeptiert.

Ein anderer wichtiger Punkt ist sich daran zu erinnern, nicht zu hastig zu sein.  Ein Bittender darf niemals aufgeben, er darf nie sagen: "Ich bete und bete, ich mache Dua nach Dua, bitte Gott wieder, aber Gott erhört mich nicht!"  Gerade wenn eine Person den Gedanken hat, aufzugeben, muss sie mehr Dua machen, Gott wieder bitten, und immer noch mehr.  Es gibt keine Macht und keine Kraft außer durch Gott allein.  Es gibt keine Lösung und keinen Ausweg außer durch Gott. Wenn eine Person Gott bittet, muss sie entschlossen und aufrichtig sein. 

Das Dua eines jeden von euch wird beantwortet, solange er nicht ungeduldig wird und sagt: ´Ich mache Dua, aber es wird nicht beantwortet."[3]

Lasst keinen von euch sagen: ´O Gott, vergib mir, wenn Du willst, o Gott, habe Gnade mit mir, wenn du willst.  Er soll entschlossen sein in der Angelegenheit, weil er weiss, dass niemand Gott davon abhalten kann, irgendetwas zu tun.[4]

Es ist ebenfalls wichtig, zu verstehen, dass eine Antwort auf ein Dua nicht genauso sein muss, wie du es erwartest.  Gott kann antworten und den Wunsch der Person sofort erfüllen.  Manchmal werden Duas sehr schnell beantwortet.  Allerdings antwortet Gott manchmal auf verschiedene Weise, Er kann von dem Bittenden etwas Böses fernhalten, oder Er wird ihn mit etwas Gutem belohnen, aber nicht genau mit dem, worum der Bittende gebeten hat.  Es ist wichtig, daran zu denken, dass Gott die Zukunft kennt und wir nicht.  

"...Da erhörten Wir ihn und retteten ihn aus seiner Bedrängnis; und genauso retten Wir die Gläubigen (die an die Einheit Gottes glauben, sich vom Bösen fernhalten und rechtschaffene Werke tun)."

(Quran 21:88)

"Und Er erhört diejenigen, die gläubig sind und gute Werke tun, und gibt ihnen noch mehr von Seiner Gnadenfülle; den Ungläubigen aber wird eine strenge Strafe zuteil sein."

(Quran 42:26)

  1. Sahieh Muslim
  2. Ibid
  3. Sahieh Bukhari, Sahieh Muslim
  4. Ibid


kommentare