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Im gesamten Universum kann man die göttliche Fürsorge für alle Dinge und die alles durchdringende Weisheit in den Elementen der Schöpfung spüren, die den Allweisen Schöpfer bezeugen.  Der edle Qur´an macht deutlich, dass jedes Ding und jedes Geschöpf im Universum, sei es dem Menschen bekannt oder nicht, zwei Hauptfunktionen erfüllt: eine religiöse Funktion insofern, dass er die Anwesenheit des Gestalters und Seine unendliche Weisheit, Macht und Ruhm bezeugt; und eine gesellschaftliche Funktion im Dienste des Menschen und anderer Geschöpfe.  

Gottes Weisheit hat befohlen, dass Seine Geschöpfe den anderen Dienste erweisen.  Das göttlich bestimmte Maß und die Verteilung aller Elemente und Geschöpfe, von denen jedes seine vorgeschriebene Rolle erfüllt und von denen jedes wertvoll ist, stellt das dynamische Gleichgewicht dar, durch das die Schöpfung aufrechterhalten wird.  Ausbeutung, Missbrauch, falsche Verwendung, Zerstörung und Verschmutzung der natürlichen Quellen sind Übergriffe gegen das göttliche Schema.  Denn der engsichtige Eigennutz führt den Menschen höchstwahrscheinlich immer in Versuchung, das dynamische Gleichgewicht, das Gott eingesetzt hat, zu unterbrechen; der Schutz aller natürlichen Quellen vor Missbrauch ist eine verbindliche Verpflichtung. 

In dem göttlichen Schema, in dem alle Geschöpfe so geordnet sind, dass eines dem anderen zu Diensten steht, hat die Weisheit Gottes alle Dinge dem Menschen zur Verfügung gestellt.  Aber nirgendwo hat Gott angedeutet, dass sie geschaffen wurden, um dem Menschen zu dienen.  Im Gegenteil, muslimische Gelehrte vertreten die Ansicht, dass es nicht der einzige Zweck der Dinge ist, zu dem sie erschaffen wurden, dem Menschen zu dienen.  Beachten wir, dass Gott sagt: 

“Und Er hat euch die Schiffe dienstbar gemacht, damit sie auf dem Meer auf Seinen Befehl hin fahren, und Er hat euch die Flüsse dienstbar gemacht.  Er hat euch die Sonne und den Mond in ihrem unablässigen Lauf dienstbar gemacht, und Er hat euch die Nacht und den Tag dienstbar gemacht.  Und Er gewährte euch von allem, worum ihr batet.  Wenn ihr die Gunst Gottes aufzählen wolltet, könntet ihr sie nicht erfassen.” (Quran 14:32-34)

…und  ähnliche Verse, in denen Gott erklärt, dass Er die Schöpfung für die Söhne Adams geschaffen hat.  Es ist wohlbekannt, dass Gott in Seiner großen Weisheit ihnen auch noch andere erhabene Zwecke und noch größere als den Dienst für den Menschen gegeben hat.  Allerdings macht Er den Kindern Adams deutlich, welcher Nutzen in diesen Geschöpfen liegt und welche Gunst Er den Menschen mit ihnen erwiesen hat.”[1]

Obwohl die gesellschaftlichen Funktionen aller Dinge lebenswichtig sind, begründet die allererste Funktion aller geschaffenen Wesen als Zeichen ihres Schöpfers die beste gesetzliche Grundlage für die Bewahrung der Umwelt.  Es ist unmöglich, den Schutz der Umwelt einzig und allein durch unseren Bedarf an ihren Diensten zu begründen, denn diese Dienste sind nur von unterstützendem Wert und Grund. 

Da wir uns nicht sämtlicher nützlicher Funktionen aller Dinge bewußt sein können, um unsere Anstrengungen für deren Bewahrung nur auf den Nutzen der Umwelt für den Menschen zu konzentrieren, würde dies unausweichlich zu einer Zerstörung des dynamischen Gleichgewichts führen, das Gott aufgestellt hat und zum Missbrauch Seiner Schöpfung, was zu einer Verschlechterung dieser Nutzen der Umwelt führen würde.  Wenn wir allerdings die Bewahrung und den Schutz der Umwelt auf ihren Wert als Zeichen ihres Schöpfers zugrunde legen, können wir keine Sache davon ausschließen.  Jedes Element und jede Spezies hat eine individuelle und einzigartige Rolle bei dem Loben und Preisen Gottes und darin, dem Menschen von seinem Schöpfer Kunde zu bringen und Ihn durch Seine Wesen und deren Nutzen die unendliche Macht, Weisheit und Gnade Gottes zu verstehen.  Es ist unmöglich, den sicheren Ruin und Verlust jeglicher grundlegender Elemente und Spezies der Schöpfung zuzulassen oder zu denken, dass die weitere Existenz des Übrigbleibenden für uns ausreichen würde, um über den Ruhm, die Weisheit und Allmächtigkeit Gottes in allen beabsichtigten Aspekten nachzusinnen.  In der Tat ist dies so, weil die Spezies sich in ihren verschiedenen Qualitäten unterscheiden und jede den Ruhm Gottes auf eine ihr einzigartige Weise beweist. 

Außerdem genießen alle menschlichen Wesen, ebenso wie das Vieh und die Wildtiere, das Recht, die natürlichen Quellen auf der Erde zu teilen.  Der Missbrauch des Menschen von irgendwelchen Quellen, wie Wasser, Luft und Erde, ebenso wie andere lebende Geschöpfe, wie Pflanzen und Tiere, ist verboten und der beste Nutzen aller Quellen, seien es lebendige oder leblose, ist vorgeschrieben. 

FOOTNOTES:

  1. Taqi ud-Din Ahmad ibn Taymiyah in Majmu ‘al-Fatawa.


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