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Im Buddhismus[1]  besteht das ultimative Ziel darin, den Zyklus der Wiedergeburt zu durchbrechen und die Erleuchtung oder Nirvana zu erreichen.  Nirvana ist ein transzendentaler Zustand, in dem es kein Leiden, keine Begierde oder Selbstwertgefühl mehr gibt.  Der Buddha hat allerdings keine Definition von Nirvana gegeben.  Es muss angemerkt werden, dass sich der Begriff Buddha gewöhnlich auf den Gründer des Buddhismus, Siddartha Gautama, bezieht, obwohl jede Person, die die volle Erleuchtung oder Nirvana erreicht hat, als Buddha bezeichnet werden kann. 

In den meisten religiösen Gruppen und Traditionen ist der Schlüsselglaube die Annahme eines allerhöchsten Wesens, mit anderen Worten, eines Schöpfers - Gott.  In allen buddhistischen Traditionen aber, ist der Schlüsselglaube, der wichtig ist, die Meditation.  Sie wird als Pfad zur Befreiung angesehen - das Ende des menschlichen Leidens.  Buddhisten glauben weder an einen Schöpfer noch an einen Gott als Person, tatsächlich lehnt der Buddhismus eine derartige Vorstellung ab und hält Gott für eine Antwort auf die menschliche Angst und Enttäuschung.  Nach der buddhistischen Ideologie schaffen sich die Menschen Gott, um sich in einer angsterfüllten und feindlichen Welt zu trösten. 

Der primitive Mensch lebte in Angst vor wilden Tieren und Naturphänomenen wie Donner und Blitz.  Buddhisten glauben, dass das Konzept von Gott aus dieser Angst entstand; sie geben auch zu bedenken, dass es keinen Beweis oder keine Forschung gibt, die zeigt, dass Gott existiert, daher sei Gott für Menschen nicht notwendig, um ein glückliches oder bedeutsames Leben zu führen.  Schließlich sagen Buddhisten, Millionen Menschen seien glücklich oder sind glücklich gewesen ohne irgendeinen Glauben an Gottheiten oder an Gott.  Muslime andererseits wissen mit Sicherheit, dass wahre Freude ohne Ergebenheit in den Willen Gottes nicht erreichbar ist.  Angst und Enttäuschung können nur durch absolutes Vertrauen in Gott besiegt werden. 

Obwohl der Buddhismus über keinen allmächtigen Schöpfer-Gott verfügt, beten Mahayana Buddhisten Bodhisattvas an.   Das sind gott-artige Menschen, die Erleuchtung erreicht haben und Nirvana betreten könnten, aber ausgewählt haben, auf der Welt zu bleiben, um anderen zu helfen.   Einige Mahayana - Schulen, die außerhalb Indiens erblühten, schreiben einem transzendenten Buddha (jedem, der die Erleuchtung erreicht hat) einige Grade an Göttlichkeit zu, allerdings ist das nicht mit dem Gott monotheistischer Religionen wie dem Islam vergleichbar.  In einigen heiligen buddhistischen Texten lehnt Buddha (Siddartha) die Behauptung eines dieser Götter ab, und zeigt ihm, dass er dem karmaischen Gesetz unterworfen ist. 

Das Konzept von Karma existierte vor der Ankunft des Buddha (Siddartha), aber er hat es definiert und erklärt.  Mit anderen Worten, das karmaische Gesetz erklärt die Ungleichheiten, die unter den Menschen existieren.  Nach dem Buddhismus ist Ungleichheit das Ergebnis unserer vergangenen und gegenwärtigen Taten.  Wir selbst sind für unser eigenes Glück und Unglück verantwortlich.  Wir erschaffen unseren Himmel oder unsere Hölle; wir sind die wirklichen Architekten unseres eigenen Schicksals.  Buddhismus sagt uns, dass nichts feststeht oder von Dauer ist; Änderung ist möglich, und Aktionen haben Konsequenzen.  Ein Konzept, das mit der christlichen Theorie, dass du erntest, was du gesät hast, verglichen werden könnte, oder mit dem Qur´anvers, der sagt:

Wenn ihr Gutes tut, so tut ihr Gutes für eure eigenen Seelen; und wenn ihr Böses tut, so ist es gegen sie." 

In direktem Kontrast zum buddhistischen Glauben lehrt der Islam, dass es Einen, Mächtigen Schöpfer - Gott - gibt, den Erhalter des Universums, den Barmherzigen und häufig Vergebenden.  Er ist Allein, ohne Partner oder Teilhaber. 

Gemäß zahlreicher buddhistischer Websites und Bücher geht es beim Buddhismus nicht darum, an Gott zu glauben oder nicht, es geht darum, zu erkennen, dass ein derartiger Glaube nicht dabei nützlich ist, wenn man versucht, die Erleuchtung zu finden.  Buddhism ist kein Atheismus, es ist im Grunde ein Nontheismus.  Warum also, wirst du dich vielleicht fragen, sieht man in ganz Asien Menschen, die zu Darstellungen oder Ikonografien von Buddha beten oder Opfergaben aufstellen?  

Wenn ein Buddhist Blumen oder Essen zu Buddha spendet, dann zeigt er damit seinen Respekt zu Buddha, dem Schrein spendet er Blumen und Weihrauch und Essen für die Mönche.   Wenn sich ein Buddhist vor einem Bild niederwirft, dann erkennt er damit an, dass Buddha vollkommene Erleuchtung erreicht hat.  Wenn sich dagegen ein Muslim niederwirft, dann gibt es keine Bilder und Ikonografien; der Muslim berührt mit seiner Stirn den Boden, erklärt seine völlige Ergebenheit zu Gott, der Allein ohne Teilhaber, Nachkommen oder Zwischenhändler ist.

Im 5. Jahrhundert vChr. nachdem Siddartha angeblich die Erleuchtung erreicht hat, ist Buddha mit seinen Anhängern weit durch Indien gereist, um seine Botschaft zu verbreiten.  Buddhismus in seinen verschiedenen Formen war bald in Indien, Sri Lanka, Südostasien, China, Korea, Japan, Tibet, Nepal und der Mongolei zu finden.  Noch heute, so viele Jahre später, breitet sich der Buddhismus weiter in der westlichen Welt aus. 

FUSSNOTEN

  1. Siehe Fußnoten im 1. Artikel und (http://www.buddhist-tourism.com/buddhism/)

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