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"Und wahrlich, Wir haben die Kinder Adams geehrt und sie über Land und Meer getragen und sie mit guten Dingen versorgt und sie ausgezeichnet eine Auszeichnung vor jenen vielen, die Wir erschaffen haben." (Quran 17:70)

Die Vorstellung von der Menschenwürde im Islam ist so alt wie der Islam selbst.  Sie kommt direkt vom Qur´an und von der Sunna (den Lehren) des Propheten.  Sie ist nicht das Ergebnis sozialer oder politischer Entwicklung, wie es bei anderen Denkweisen der Fall ist, in denen die Idee von der unveräußerlichen "Menschenwürde" eine relativ neue Vorstellung ist, die sich nach einer langen Bewegung in der gesetzlichen, gesellschaftlichen und politischen Ebenen entwickelt hat.

Der Qur´an stellt ausdrücklich fest, dass die Kinder Adams geehrt wurden.  Viele Jahrhunderte später hallt dieser Verses in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte wieder: "Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen...."

Die Würde "der Kinder Adams" ist ein wesentlicher Bestandteil des islamischen Glaubenssystems, und es ist stark mit religiösen Glauben und Ethik verbunden.     

Der Begriff "Kinder Adams" schließt bereits jegliche Diskriminierung auf der Grundlage von Rasse, Farbe oder Geschlecht aus.

Die menschliche Würde ist universell, da alle menschlichen Wesen Nachkommen Adams sind, wie die religiösen Texte bestätigen, die nicht nur diesen Grundsatz aufrecht erhalten, sondern auch Strafen für ihre Verletzung verhängt.

Beispielsweise ist das menschliche Leben heilig.  Gott spricht: "...und ihr sollt niemanden töten, dessen Leben Gottes unverletzlich gemacht hat, außer wenn dies gemäß dem Recht geschieht." (Quran 6:151)

Im Falle eines Verstoßes wird eine Strafe fällig.  Gott sagt: "O ihr, die ihr glaubt! Es ist euch die Wiedervergeltung vorgeschrieben für die Getöteten." (Quran 2:178)

Es ist eine Strafe, die bei bestimmten gesetzlichen Bedingungen in den Büchern des islamischen Rechts (Fiqh) angewandt wird.  Diese Bedingungen garantieren sowohl die Rechte der Gesellschaft als auch des Einzelnen. 

Wahrlich, die Almosen sind nur für die Armen und Bedürftigen und für die mit der Verwaltung (der Almosen) Beauftragten und für die, deren Herzen gewonnen werden sollen, für die (Befreiung von) Sklaven und für die Schuldner, für die Sache Gottes und für den Sohn des Weges." (Quran 9:60"Wenn Ich ihn nun vollkommen geformt und ihm Meinen Geist eingehaucht habe, dann werft euch vor ihm nieder."" (Quran 15:29)

Dann lehrt Er Adam die Namen aller Dinge. Gott sagt: "Und Er brachte Adam alle Namen bei, dann brachte Er diese vor die Engel und sagte: "Nennt mir die Namen dieser Dinge, wenn ihr wahrhaftig seid!" (Quran 2: 31)

Der Qur´an zeigt, dass die menschlichen Wesen von allen Geschöpfen die vollkommensten sind, wenn man ihre Verfassung und Gestalt betrachtet.  Gott spricht: "Wahrlich, Wir haben den Menschen in bester Form erschaffen" (Quran95:4)

Dies schützt den Menschen jedoch nicht vor Schwäche, die seiner Schöpfung innewohnt und Gott sagt in der Tat auch: "...denn der Mensch ist schwach erschaffen." (Quran 4:28)

Nichtsdestotrotz sind Menschen Geschöpfe, die Gott mit freiem Willen und Vernunft begabt hat.   Ihnen hat Er unterworfen, was in den Himmeln und auf Erden ist.   Gott spricht: "Und Er hat das für euch dienstbar gemacht, was in den Himmeln und auf Erden ist." (Quran 45:13)

Zahlreiche Verse des Qur´an versichern, dass dem Menschen die Welt zur Verfügung gestellt hat.  Das Universum selbst zeigt mit seinem Verlauf und seiner Regelmäßigkeit, dem Tag und der Nacht, ebenso wie im Lauf der Sonne, des Mondes, der Sterne und der Planeten in ihren Orbitalen, unzählbare Aspekte von Gottes Segnungen für die Menschheit und viele Zeichen Seiner Größe und Seiner Macht. 

Somit ist die Würde, die Gott der Menschheit verliehen hat, nicht nur ein Ehrenwort, sondern ein integraler Teil des Islam, durch viele Passagen s Qur´an und der Sunna unterstützt und bestätigt.  Diese Menschenwürde besteht von der Zeit der Geburt, das ganze Leben hindurch und sogar nach dem Tod.  

Tatsächlich sind Kinder in Segen für ihre Eltern, wenn sie geboren werden.  Von dieser Zeit an sind sie einzigartige Personen, die es verdienen, zu leben und ihre Rechte in der menschlichen Gesellschaft zu genießen.  Wenn sie dann sterben, werden sie mit Würde behandelt.  Sie werden gewaschen und dann wird das Totengebet für sie abgehalten, wo die Menschen für sie beten, um Gottes Gnade und Vergebung zu erbitten.          Der Islam warnt uns davor, ohne legitimen Grund einen menschlichen Körper zu verstümmeln.  Daher ist es verboten, einen Toten zu verstümmeln, auch wenn er nichts fühlen kann.  Der Prophet hat wegen der Würde, die Gott dem menschlichen Wesen verliehen hat, auch verboten, die Knochen eines Verstorbenen zu brechen.

Aischa berichtete, dass der Gesandte Gottes sagte: "Das Brechen der Knochen einer toten Person ist dasselbe wie wenn er am Leben wäre."[1]

Der Islam war das erste Wertesystem in der Geschichte, das die Menschenwürde auf so verständliche Weise anerkannt hat, lang bevor alle Konventionen und Abkommen in der Moderne geschlossen wurden.  Muslime haben dies vor über vierzehn Jahrhunderten geschätzt. 

Diese Würde wird von Gott garantiert, und sie gilt generell für alle Menschen, ohne Rücksicht auf ihren ethnischen Ursprung, ihre Hautfarbe oder ihre gesellschaftliche Stellung.  

Das Islamische Gesetz schützt die Rechte von Nicht-Muslimen, die muslimischen Staaten leben.  Es garantiert die Unversehrtheit ihrer Leben, Person, Ehre und ihres Eigentums, sei es als Mitglied des muslimischen Gemeindewesens oder als Volk, das in Frieden außerhalb dessen lebt

Diese Angelegenheiten werden im Qur´an und in der Sunna detailliert beschrieben.  Des Weiteren  in den Büchern des Islamischen Gesetzes, die auf diesen Quellen aufbauen. 

FUSSNOTEN

  1. Sunan Abi Dawud


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