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Im Alter von 40 war der Prophet Muhammad ein etablierter Händler und Familienvater, der sich von Zeit zu Zeit zur Besinnung und Reflektion zurück zog.  Er war ein angesehener Einwohner Mekkas und die Menschen waren es gewohnt, zu ihm zu kommen, wenn es darum ging, Streit zu schlichten, um Rat zu fragen und um nach ihren Wertgegenständen zu schauen.  All dies sollte sich ändern, denn während einer seiner Perioden der Isolierung und Besinnung besuchte ihn der Engel Gabriel, und die Verse des Qur´an wurden ihm offenbart.  Seine Mission hatte begonnen, sein Leben war nicht länger sein eigenes - es war nun der Verbreitung des Islam gewidmet. 

Vielleicht begannen nun einige der Ereignisse in seinem Leben einen Sinn zu ergeben.  Vielleicht konnte er sehen, dass Gott die Dinge für ihn geplant hat, denn in der Retrospektive können wir sehen, dass die Zeichen des Prophetentums in vielen Aspekten und Szenarien im gesamten Leben des Propheten zu erkennen gewesen sind.  Vor seiner Mission war Muhammads Leben relativ leicht gewesen.  Er hatte eine gute und glückliche Ehe, Kinder, keine finanziellen Sorgen und zweifellos war er umgeben von Freunden und Familie, die ihn liebten und respektierten. 

Sein Prophetentum zu erklären, machte ihn arm, zu einem von der Gesellschaft Verstoßenen und sein Leben war mehr als einmal in Gefahr.  Größe, Macht, Reichtum und Ansehen, waren die Dinge, die ihn am wenigsten beschäftigten.  Tatsächlich besaß er diese Dinge bereits, wenn auch in geringem Umfang.  Er hatte von der Erklärung eines Prophetentums und einer Mission, die nicht echt ist, nichts zu gewinnen.  Der Prophet Muhammad, seine Familie und seine Gefährten wurden lächerlich gemacht, verhöhnt und geschlagen, sein Lebensstil veränderte sich drastisch zum schlimmsten. 

Einer der Gefährten von Muhammad sagte: "Der Prophet Gottes sah bis zu seinem Tod kein Brot, das von feinem Mehl gemacht war, seit der Zeit als Gott ihn (als Propheten) gesandt hat."[1] Ein anderer erklärte, dass "Als der Prophet starb, hat er weder Geld noch etwas anderes hinterlassen, außer seinem weißen Reitmaulesel, seine Waffen und ein Stück Land, das er als Almosen gelassen hatte."[2].

Bevor er starb war der Prophet Muhammad der Führer eines Imperiums gewesen, mit Zugang zur Staatskasse, doch er lebte einfach, nur damit beschäftigt, seine Mission zu vervollständigen und Gott anzubeten.  Trotz seiner Verantwortung als Prophet, Lehrer, Staatsmann, General, Richter und Schlichter, pflegte Muhammad seine eigenen Ziegen zu melken, seine Kleider und Schuhe zu flicken, und auch bei der allgemeinen Hausarbeit zu helfen.[3]  Das Leben des Propheten Muhammad war ein herausragendes Beispiel für Demut und Einfachheit.  Seine Kleidung und sein Lebensstil unterschied sich nicht von dem seiner Anhänger.  Wenn jemand in eine Versammlung kam, gab es nichts, was den Propheten Muhammad von den anderen Männern in der Versammlung unterschied. 

In den frühen Jahren seiner Mission, lange bevor es auch nur im entferntesten eine Aussicht auf Erfolg gegeben hatte, erhielt Muhammad ein interessantes Angebot von den mekkanischen Führern.  Weil sie dachten, Muhammad erhebe den Anspruch des Prophetentums für seinen persönlichen Gewinn, kamen Angesandte zu ihm und sagten: "...Wenn du Geld willst, werden wir genug Geld für dich sammeln, dass du der rechste Mann von uns werden wirst.  Wenn du die Führung anstrebst, werden wir dich zu unserem Führer ernennen, und nie eine Angelegenheit ohne deine Zustimmung entscheiden.  Wenn du ein Königreich willst, werden wir dich zum König über uns machen."  Für jedes menschliche Wesen, in jeder historischen Epoche, wäre dies ein schwer abzulehnendes Angebot gewesen, allerdings wünschte sich Muhammad keinen persönlichen Gewinn oder Anerkennung.  Obwohl es nur eine Bedingung zu diesen großzügigen Angebot gab, war es eine, die gegen alles verstieß, für das Muhammad einstand.  Die mekkanischen Führer erwarteten von ihm, dass er seinen Aufruf zum Islam aufgab und damit aufhörte, Gott allein, ohne Partner anzubeten.[4]  Der Prophet Muhammad lehnte dieses Angebot rundweg ab.    

Bei einer anderen Gelegenheit fürchtete Muhammads Onkel Abu Talib um das Leben seines Neffen, und flehte ihn an, damit aufzuhören, die Menschen zum Islam zu rufen.  Wieder war die Antwort Muhammads genauso entschlossen und ernst, er sagte: "Ich schwöre im Namen Gottes, mein Onkel!  Auch wenn sie mir die Sonne in meine rechte Hand und den Mond in meine linke Hand legten, dafür dass ich diese Sache aufgebe (zum Islam zu rufen), so werde ich davon nicht ablassen, bis Gott sie triumphieren läßt oder ich bei ihrer Verteidigung zugrunde gehe."[5]

  1. Sahieh Al-Bukhari
  2. Ibid
  3. Sahieh Al-Bukhari, Imam Ahmad.
  4. Al-Sirah Al-Nabawiyyah, Ibn Hisham, vol. 1.
  5. Ibid.

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